Die Gattung Musa - Banane

Musa manii
Die prächtigen Blütenstände der Banane (hier Musa manii) zeigen gleichzeitig Blüten und reifende Früchte
Musa acuminata
Die Geschichte des Bananenanbaus (hier Musa acuminata) begann vermutlich in Papua-Neuguinea

 

Wenn bei uns die Pflanzen in Winterruhe fallen, legen sie in den Gewächshäusern erst so richtig los: die Bananengewächse entfalten ihre prächtigen Blüten und fangen bald danach zu fruchten an. Vor allem im Seerosenhaus kann man im Winter mehrere der riesigen und exotische anmutenden Blüten bewundern und die verschiedenen Stadien der Fruchtreife anschauen. An einer Musa acuminata finden sich oft sogar reife Früchte. Noch während der Blüte bilden sich im unteren Bereich des Blütenstands die Früchte aus. Der Blütenstand krümmt sich dann entgegen der Schwerkraft nach oben und die Früchte richten ihr Wachstum ebenfalls gemäß der Schwerkraft aus - dieser so genannte Gravitropismus ist also die Antwort auf die berühmte Frage, warum die Banane krumm sei. Die Bananen, die wir im Alltag kaufen und essen, ist eigentlich ein Hybrid mit einem genetischen Webfehler: er ist nämlich triploid (enthält also nicht wie im Normalfall zwei Chromosomensätze, je einen von Vater und Mutter, sondern drei) und daher steril. Aus diesem Grund werden die Samenanlagen in der Banane nicht entwickelt und sind nur als leichte Verfärbung im Querschnitt sichtbar. Die meisten der etwa 100 Wildarten bilden dagegen harte und recht große (etwa 2-3 cm Durchmesser) Samen aus. Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt, wie man dann die Banane vermehren kann? So wie viele andere Einkeimblättrige auch bilden die Bananen unterirdische Sprosse, sogenannte Rhizome, aus denen immer wieder Einzelpflanzen auswachsen. In der Bananenplantage werden daher nach der Fruchtreife die Stöcke einfach abgehackt, wodurch dann das Austreiben neuer Bananensprosse stimuliert wird. Wenn man die Früchte quer schneidet, kann man übrigens noch sehr gut erkennen, dass die Banane eine dreizählige Symmetrie hat - dies verrät die Verwandtschaft mit anderen Einkeimblättrigen.

 

Standort: Seerosenhaus und Palmenhaus