Was wir tun


Joseph Gottlieb Kölreuter Institut für Pflanzenwissenschaften

Am Fasanengarten 2 D-76131 Karlsruhe, Tel. (0721) 608 - 42145. e-mail. So finden Sie uns

April-September Mo-Fr 8-16, So 10-15, Oktober-März Mo-Fr 8-15, So 10-14 Uhr, Eintritt frei!

Zwischen den Jahren (23.12.-07.01.) ist der Garten geschlossen

 

WARUM DAS KIT EINE VERSUCHSANSTALT BRAUCHT - UNSER PROFIL

Der Garten als Biodiversitäts-Hotspot

Seit einigen Jahren wird der Garten im Rahmen von Mitmachprojekten auf die dort lebende Biodiversität untersucht. Hier zeigt sich immer wieder, dass der Garten ein Biodiversitäts-Hotspot ist. Bei der Nachtinsekten-Bestmmungskampagne im Juni wurden zum Beispiel über 60 Arten von Großschmetterlinge gefangen und bestimmt. Darunter waren auch attraktive Arten wie der Weinschwärmer. Auch für Vögel und sogar für pflanzenbesiedelnde Pilze ist der Garten attraktiv und gelegentlich zeigt sich hier auch der Hirschkäfer. Kein Wunder, hier gedeihen auf engstem Raum sehr unterschiedliche Pflanzen, es gibt zahlreiche Nischen und unsere Gärtner arbeiten fast ausschließlich mit biologischer Schädlingsbekämpfung.

Was mit diesem Refugium für seltene Arten geschieht, wenn das neue Gebäude in der Kornblumenstraße bezogen wird, ist nicht bekannt. Wie das ganze Gelände von Kinderklinik bis Fasanenweg ist auch diese Fläche als Baugebiet für das KIT ausgewiesen, auch wenn noch keine konkreten Projekte konzipiert sind.

Neues aus der Forschung

Am 1. November beginnt ein neues Kooperationsprojekt mit dem Start-up Vertical Farming und dem Max-Rubner-Institut, gefördert vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Laufzeit ist drei Jahre. In einem vom Land Baden-Württemberg geförderten Vorgängerprojekt wurde in der Versuchsanstalt des JKIP ein Prototyp für eine Vertical Farm Installation getestet, bei dem die Bildung von wertgebenden Inhaltsstoffen durch wiederholte Schwerkraftreizungen stimuliert wurde. In diesem Zusammenhang wurde entdeckt, dass durch Aeroponik (Besprühen mit einem Nährstoffnebel) das Wurzelwachstum in bisher nie gekanntem Ausmaß gesteigert werden kann. Das neue Projekt will nun diese Entdeckung weiterentwickeln. Es geht um hochpreisige Rhizompflanzen wie Ingwer, Curcuma oder Wasabi. Um die kostbaren Produkte vor Befall durch Krankheitserreger zu schützen wird eine neue Technologie getestet, wobei die Wurzeln mit von uns identifizierten Wurzelbakterien behandelt werden, die in der Lage sind, das pflanzliche Immunsystem zu stimulieren. Auf diese Weise hoffen, wir, dass man nicht nur chemische Pflanzenschutzmittel vermeiden kann, sondern auch auf die im Bereich Vertical Farming extremen Quarantänestandards verzichten kann, was die Kosten stark absenken und den Wirkungskreis dieser neuen Anbaumethode beträchtlich erweitern würde.

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Wildbienen

Dr. Hans-Joachim Greiler: Blühende Gärten als Hotspot der Wildbienen-Vielfalt: wild, heimisch, artenreich!, So 21.06.2026, 11:15-12:15

Wildbienen leben meist solitär, fliegen auch bei niederen Temperaturen und bestäuben ihre Wirtspflanzen sehr gut. In Deutschland tragen viele hundert Wildbienenarten zu einer erstaunlichen Insektenvielfalt in Deutschland bei. Während der gesamten Vegetationsperiode sind diese oft unscheinbaren Bestäuber zu beobachten. So vielfältig wie der Artenreichtum ist, so vielfältig ist auch die Lebensweise. Lernen Sie Garten-Wildbienen vor Ort kennen und lassen Sie sich von einsehbaren Wildbienen-Nestern faszinieren.
Sie werden lernen, dass durch einfache Maßnahmen viele Wildbienen Arten ein dauerhaftes Zuhause auch in ihrem Garten finden werden: Welche Pflanzen finden Wildbienen gut? Wo nisten Wildbienen? Welchen Beitrag leisten Nisthilfen zur Artenvielfalt von Wildbienen?

Teilnehmerzahl ist begrenzt! Buchung

Demnächst: Mit allen Sinnen durchs Grün

Dahlia Ostmann und Jonathan Stürz: Eine sinnliche Entdeckungsreise durch den Botanischen Garten, So 05.07+06.09.2026, 11:15-12:15

Süß, sauer, bitter oder salzig – oder doch eher herb, ranzig, faulig? Vielleicht auch weich, flauschig, rau oder fest? Wie nehmen wir Pflanzen eigentlich wahr? Wie schmecken, riechen, fühlen sie sich an? Welche Düfte verbergen sich in ihren Blüten und Früchten, welche Texturen auf ihren Blättern? Gemeinsam begeben wir uns auf eine sinnliche Entdeckungsreise durch die faszinierende Pflanzenwelt des Botanischen Gartens. Dabei sind nicht nur Augen und Ohren gefragt; wir laden Sie ein, die Vielfalt der Flora mit allen Sinnen zu erleben. Tauchen Sie ein in die bunte, vielgestaltige Welt der Pflanzen und entdecken Sie, wie lebendig Natur sein kann, wenn man genau hinschaut, -riecht, -fühlt und -schmeckt.

Teilnehmerzahl ist begrenzt! Buchung

Pflanze des Monats: Schlauchpflanze

Im Freilandbereich im sogenannten Hochmoorbereich drängen derzeit wieder die skurrilen Schlauchpflanzen (Sarracenia) ans Licht. Diese Pflanze stammt aus den Hochmooren im Südosten der USA und ist an Nährstoffmangel angepasst. Um sich den lebensnotwendigen Stickstoff zu holen, locken sie kleine Insekten an, die beim verzweifelten Versuch, durch die fensterartigen Scheinausgänge zu entkommen, ausrutschen und nach unten fallen, wo sie in einer Verdauungsflüssigkeit zersetzt werden, so dass die Pflanze ihren Stickstoffbedarf decken kann (Hochmoore sind sehr nährstoffarm). Dieser Trick ähnelt sehr den Kannenpflanzen, die sich unabhängig im Südosten Asiens entwickelt haben. 

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Was gibt es zu sehen?

Die Aasblume Stapelia entfaltet derzeit ihren "betörenden" Duft - die Fliegen finden es toll... (Sukkulentenhaus, Richtung Infocenter)

Das Bilsenkraut öffnet seine unheimlichen Blüten um Johanni und war Bestandteil der mittelalterlichen Hexensalbe (Referenz- und Nutzpflanzenbeete, in dem Beet hinter der Tafel zur Blütenentwicklung)