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WS 2026-2027: Resilience - how to cope with troubleResilienz ist ein Begriff, der in aktuellen gesellschaftlichen Debatten immer wieder auftaucht. Nach Jahrzehnten der Sorglosigkeit heisst es nun an allen Ecken und Enden, dass alles "resilienter" werden müsse. Aber was ist damit eigentlich gemeint? Wie viele Schlagworte, ist auch Resilienz ein schillernder Begriff, den wir in diesem Semester von ganz unterschiedlichen Blickwinkeln aus betrachten wollen. In der Natur ist Resilienz offensichtlich ein zentrales Phänomen, Lebensformen, die aus 4 Milliarden Jahre Evolution hervorgegangen sind, haben es ja offensichtlich geschafft und sind daher wohl sehr resilient. Wie entsteht pflanzliche Resilienz und wie können wir sie nutzen, um uns gegen den Klimawandel zu wappnen? Unserer Demokratie bläst derzeit der Wind ins Gesicht - was hilft, sie resilienter zu machen und was schwächt demokratische Resilienz? Eine Gesellschaft ist nur so resilient wie die Individuen, die sie aufbauen - woran hängt psychologische Resilienz und wie können wir sie fördern? Die Veranstaltungen sind interdisziplinär und öffentlich - alle sind eingeladen.
Zeit: Di 14:00-15:30
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Forum für Kritische Interdisziplinarität (FKI)
Was ist die Motivation?
Wissenschaft war und ist eine zentrale Triebfeder der menschlichen Kultur. Während die aktive Teilnahme an wissenschaftlichen Debatten bis weit ins 19. Jahrhundert hinein ein ganz selbstverständliches Element des Kulturlebens war, sind sich inzwischen Wissenschaft und Gesellschaft einander fremd geworden. In der gesellschaftlichen Wahrnehmung ist Wissenschaft für Außenstehende kaum zu verstehen und steht im Ruf, über "ein spezialisiertes Nichts fast alles zu wissen". Das Gespräch über die Fachgrenzen hinweg, der Mut auch von jenseits des Zauns intelligente Fragen zu stellen oder scheinbar festgefügte Ideen kritisch zu hinterfragen, ist nötiger denn je.
Was wollen wir?
Als ein Beitrag dazu richten wir im Moment am KIT das „Forum für kritische Interdisziplinarität“ (FKI) ein. Grundstock ist das Preisgeld für den Landeslehrpreis, der 2015 zum ersten Mal ans KIT ging (Presseinformation). Mit dem FKI verfolgen wir zwei Ziele:
1. Inhaltlich sollen Themen präsentiert und diskutiert werden, die interdisziplinär sind. Dies umfaßt zum einen typische Grenz- und Querschnittsfragestellungen, die zum eigenen Fragen und Diskutieren anregen, etwa „Form und Prozeß“, „Organismus und Struktur“, „Geschichte und Natur“, „Kraft und Gesetz“. Zum anderen soll aber auch die Veränderung der Wissenschaften selber – und hier vor allem die Naturwissenschaften – sichtbar gemacht werden. Wie hängen unsere Konzepte von unseren Werkzeugen und Medien ab? Wie bestimmen die Methoden, die uns zur Verfügung stehen, die Bilder, mit denen wir die Welt um uns erklären?
2. Interdisziplinarität lebt vom Gespräch und die zentrale Form des FKI wird daher das wissenschaftliche Gespräch. Ein besonderes Anliegen ist es uns daher, diese Formen zu leben und in verschiedenen Formaten für Studierende unterschiedlicher Disziplinen zugänglich zu machen. Hierher gehören neben „klassischen“ Vorträgen vor allem Themenworkshops und Summerschools.
Das FKI richtet sich an Studierenden aller Fachrichtungen, die schon Studienerfahrungen gesammelt oder einen Studienabschluß erworben haben. Wenn Sie Interesse haben, sprechen Sie uns doch einfach an!
Prof. Dr. Mathias Gutmann, Institut für Philosophie
Prof. Dr. Peter Nick, Botanisches Institut
