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Chizaram Oluebube UzomaWoher: University of Ghana, Accra, Ghana Zeitraum: Juni 2026-September 2026 Projekt: Charakterisierung der Biodiversität von Taro. Taro wurde, ähnlich wie Bananen, vor mehr als 10000 Jahren auf den Salomoninseln (Neuguinea) domestiziert, inzwischen ist es ein wichtiges Grundnahrungsmittel in Westafrika. Züchtung von Sorten mit Resilienz gegen klimawandel-bedingten Stress ist wichtig, aber man weiß noch sehr wenig über die Gene, auf die es ankommt. Eine Sammlung alter Landsorten von Taro wird derzeit untersucht, um auf der Basis Einblicke in die Regulation der Stärkebildung unter Stress zu erhalten. |
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Harena LoubienWoher: University of Fianarantsoa, Fianarantsoa, Madagaskar Zeitraum: Oktober 2024-August 2026 Projekt: Aufklärung des Wirkmechanismus von Rhopalocarpus, einer traditionellen Heilpflanze aus Madagaskar. In fast allen Entwicklungsländern sind die Menschen nach wie vor auf Heilpflanzen angewiesen, weil sie sich westliche Medizin nicht leisten können. Um einen Qualitätsstandard entwickeln zu können, muss man jedoch die Identität und die Wirkmechanismen kennen. Die Pflanzen Afrikas sind nach wie vor wenig erforscht. Madagaskar mit seinem hohen Anteil an endemischen Arten, die nur dort vorkommen, ist hier besonders interessant. Rhopalocarpus wird zur Wundbehandlung eingesetzt, die Wirkstoffe sind jedoch nicht bekannt. In dem Projekt wurde die Art erst einmal mit genetischen barcodes authentifiziert, um dann Extrakte auf biologische Wirkungen, die mit Wundheilung zusammenhängen, zu untersuchen. Eine starke antioxidative Wirkung und ein starker Effekt auf Mikrotubuli waren besonders interessant. Über GC-MS konnten dann mehrere Kandidatenkomponenten identifiziert werden, die derzeit auf ihre biologische Wirkung untersucht werden. |
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Sai Kumar HalavathWoher: Sam Higginbottom University of Agriculture, Technology, and Sciences (SHUATS), Prayagraj (Allahabad), Uttar Pradesh, Indien. Zeitraum: Mai 2024-November 2025 Projekt: Die Rolle von Jasmonsäure für die Trockentoleranz von Reis. Mithilfe eines Hydroponiksystems vergleicht Sai Kumar Halavath die Reaktion auf osmotischen Stress zwischen Wildtyp und der Mutante coleoptile photomorphogenesis 2, bei der durch eine strahleninduzierte Mutation das Gen für Allenoxid Cyclase inaktiviert ist, so dass das Stresshormon Jasmonsäure nicht gebildet werden kann. Gleichzeitig untersucht er eine alte indische Landrasse namens Sathi. Neben physiologischen Messungen wird auch die Aktivität verschiedener Stress- und Anpassungsgene und der Pegel verschiedener Hormone analysiert. Die Ergebnisse fließen in die Promotion am SHUATS mit ein. |
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